Erfahrungen Indien

8. Dezember 2008

Brigitte war für 4 Wochen im Tierpflege-Projekt in Indien:

„Was Tierpflege betrifft, steht Indien noch ganz am Anfang. Es fehlen sowohl finanzielle Mittel für eine optimale Versorgung der kranken und verletzten Tiere als auch das Wissen über den Umgang mit Tieren. Als ich das Projekt buchte, dachte ich, ich würde dort in Arbeiten eingewiesen werden und die Einheimischen lediglich unterstützen. Allerdings war es so, dass die Einheimischen, die in diesem Projekt arbeiten eher von freiwilligen Helfern lernen als umgekehrt. Aber gerade deshalb habe ich jede Minute, die ich in diesem Projekt verbracht habe, als besonders wertvoll empfunden.

An einem typischen Arbeitstag wurden die anderen Freiwilligen und ich vormittags zum Projekt gebracht. Nach einem kleinen Rundgang durch das Gelände, um zu sehen, wie es den Tieren geht und ob andere Tiere neu angekommen sind, haben wir bis zu unserer Mittagspause alle Tiere ausreichend mit Wasser und Futter versorgt. Dabei war es besonders wichtig auf die Tiere zu achten, die zu krank oder verletzt waren, um das Futter oder Wasser selbst zu sich zu nehmen. Diese wurden von uns mit der Hand gefüttert. Nach einer einstündigen Mittagspause haben wir gemacht, was gerade anstand: den Tieren die Augen gesäubert, sie gebürstet und gesäubert, bei der medizinischen Versorgung geholfen und ihnen Nähe und Zärtlichkeit gegeben. Am späten Nachmittag wurden wir dann wieder abgeholt und zu unserer Gastfamilie zurückgebracht.

Meine Erfahrung mit den Einheimischen war, dass es ebenso wie hier Unterschiede zwischen den Menschen gibt. Generell wurden sehr herzlich und freundlich empfangen und die Inder waren stets bemüht, uns für ihr Land zu begeistern.
Die schönsten Momente für mich waren in der Zeit mit den Tieren. Zu sehen, wie sie unsere Gesellschaft genießen und uns ihr Herz öffnen.
Ansonsten hatte ich eine sehr lustige Zeit mit den anderen Freiwilligen. Wir haben immer füreinander gesorgt.

Ich bereue keine Minute, die ich in Indien verbracht habe. Würde ich noch einmal vor der Entscheidung stehen in Indien Tiere zu pflegen, würde ich es wieder machen. Die Arbeit mit den Tieren hat mein Herz genährt, der Kontakt zu einer völlig anderen Kultur hat meinen Blick auf die Welt um einiges bereichert.“

Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit in Indien findest Du hier.

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3 Reaktionen auf “Erfahrungen Indien”

  1. Sabrina babbelt:

    Hab gerade den Bericht über die Tierpflege in Indien gelesen und würde da wirklich gerne helfen. Wie muss ich mir das vorstellen, wie ein Tierheim bei uns, arbeitet man da hauptsächlich mit Hunden und Katzen oder was gibt es dort so für Tiere? Und wie ist die Kultur so, sind die Unterschiede sehr groß, auf was muss ich da achten? Wie sollte man sich kleiden, nur lange Hosen oder gehen auch kurze?

  2. Carmen babbelt:

    Hi Sabrina – bei dem Projekt gibt es neben “normalen” Haustieren auch Kuhe, exotische Vögel und teils auch Elefanten. Die Kultur ist schon völlig untershciedlich zur europäischen Kultur – es hilft einem sehr, dass man andere Freiwillige trifft und eine gute Einführung bekommt. – Kleidung solltest Du je nach Jahres- oder Monsunzeit wählen. Eine gute Organisation liefert zur vorbereitung ein Klimadiagramm und Hinweise, wie man sich kleidet. Kleiner Tip – wenn Du darüber nachdenkst – mach es. Später fehlt einem meist die Zeit sich die Welt mit einer Freiwilligenarbeit einmal richtig anzuschauen. Gruß Carmen

  3. Paul babbelt:

    Klingt ja alles super. Nur die Frage ist, was kostet die Teilnahme,
    hier gibt es ja keine Infos zu den Kosten der Programme?

    Lieben Dank Paul

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