Erfahrungen mit Praktikawelten von Franziska – Freiwilligenarbeit in Indien

23. Februar 2010

Viagra online

Erfahrungsbericht von Franziska V. – sie war zwei Monate im Bereich Sozialarbeit/Unterrichten in Indien tätig.

„Ich hatte aufgrund verschiedener Berichte und Erzählungen über Reisen nach Indien keine besonders hohen Erwartungen an das Leben in Indien. Ich war auf eher einfache Verhältnisse, auch in der Unterkunft der Freiwilligen, eingestellt. Außerdem wollte ich meine Erwartungen auch nicht zu hoch setzen, um nicht enttäuscht zu werden.

Was das Projekt betrifft, so hatte ich mir vorher in etwa das vorgestellt, was mich später auch erwartete, außer, dass ich dachte, die Arbeitszeiten pro Tag wären länger. Und ich hatte es mir schwieriger vorgestellt, eine vertrauliche Beziehung zu den Kindern, mit denen ich arbeiten sollte, aufzubauen, auch weil ich selbst nicht viel Erfahrung im Bereich Unterrichten hatte. Aber sowohl die Leute im Camp, als auch die Kinder bei der Arbeit waren wunderbar und es war überhaupt nicht schwierig, Kontakt und Vertrauen aufzubauen. Natürlich gab es Phasen, die einem lang vorkamen und Aspekte, an denen man sich reiben konnte, aber das ist ja überall so und das hatte nie speziell mit dem Projekt zu tun.

Die Arbeit mit den Kindern war oft anstrengend und nervenaufreibend, hat gleichzeitig aber auch sehr viel Spaß und Befriedigung gebracht. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man sieht, wie auf dem Gesicht eines Kindes plötzlich ein Licht aufgeht, und es etwas, das du mühevoll versucht hast ihm beizubringen, endlich verstanden hat. Und dann freut man sich nicht nur selbst, sondern auch dem Kind schwellt vor Stolz die Brust. Eins der lustigsten Erlebnisse war der Versuch, den Kindern das Wort „fish“ beizubringen, weil sie sowohl mit „f“ als auch mit „sh“ Schwierigkeiten hatten, sodass dann dabei „piss“ heraus kam. Es hat ganz schön viel Zeit, Mühe und improvisierte Techniken gebraucht, bis wir es endlich geschafft hatten – dafür war dann die Freude umso größer.

Aber auch neben der Arbeit gab es so viel zu sehen und zu erleben, sei es auf den Safaris, Wochenendtrips, mit den anderen Freiwilligen, oder bei “community visits”, wo man tiefere Einblicke in das Leben der Einheimischen bekommt. So habe ich andere Freiwillige aus aller Welt kennen gelernt und viele neue Freunde gefunden. Unter der Woche haben wir in unserer freien Zeit gelesen, gespielt, gequatscht, oder sind ins Dorf gelaufen. Abends haben wir oft Filme geguckt oder einfach draußen unter den Sternen gesessen und ab und zu gab es mal eine Party. Am Wochenende sind wir zur Erholung, Sight Seeing und Shopping meistens in umliegende Städte gefahren.

Dort musste ich mich erst daran gewöhnen, dass wo immer man geht oder steht, Massen von Indern um einen herum sind, einen anschauen und teilweise sogar Fotos mit ihren Handys machen. Es wird einem aber auch schnell klar, dass es beim Schauen bleibt, und dass es absolut nicht aufdringlich gemeint ist.

In vielen Situationen konnte ich feststellen, dass die Inder sehr freundliche und vor allem hilfsbereite Menschen sind, wann immer man ein Problem hat und Hilfe braucht.

Außerdem sind sie sehr gastfreundlich und um einen Chai kommt man nie herum, sowohl bei einem “community visit” als auch in einem Geschäft.

Durch die Vorbereitung von Praktikawelten war ich gut über das Leben in Indien informiert und hatte somit das Gefühl, bestens vorbereitet zu sein und mir weniger Sorgen machen zu müssen. Wenn ich Fragen hatte, konnte mir immer jemand helfen. Danke!

Auch die Betreuung vor Ort war toll. Die Leute waren unheimlich freundlich und hilfsbereit und im Camp war die Atmosphäre eher familiär als offiziell. Man ist dort als Freiwilliger auf jeden Fall gut und sicher aufgehoben.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass es eine super Entscheidung war, dieses Projekt zu machen!

Meiner Meinung nach ist so ein Freiwilligendienst der beste Weg, ein Land wirklich gut kennen zu lernen. Ich habe so viel über Indiens Kultur und Menschen gelernt und dazu auch über mich selbst.

Jedem, der dieses Projekt auch machen möchte, kann ich nur empfehlen mindestens acht Wochen zu bleiben, da man nach vier Wochen gerade erst alles kennen gelernt und in sich aufgenommen hat.

Außerdem sollte man nicht zu viel Kleidung mitnehmen, da man dort viel Neues kauft. Ich habe fast die Hälfte meiner mitgebrachten Sachen dort gelassen.”

Wir freuen uns auch auf deinen Bericht – einfach per Email an info@freiwilligenarbeit-indien-nepal.de senden!

Diese Seite bookmarken bei: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Digg
  • del.icio.us
  • Alltagz
  • BlinkList
  • email
  • Facebook
  • Furl
  • Slashdot
  • TwitThis
  • YahooMyWeb

Seitenanfang

Sag was dazu!

Du musst dich einloggen um deinen Senf dazu zu geben.